Netzmanagement

Förderung von Netzen durch die KV

Seit Mai 2013 können Ärztenetze von den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen mit einem Extrabudget gefördert werden.

 

Zusammenschlüsse von Ärzten verschiedener Fachrichtungen zur interdisziplinären medizinischen ambulanten Versorgung der Patienten können die Versorgungsstruktur verbessern. Denn eines können Hausarztverträge nicht: Dialog und Zusammenarbeit von Arzt zu Arzt verbessern. Deshalb müssen Möglichkeiten geschaffen werden, solche integrierte Versorgungsmodelle finanziell zu fördern.

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§ 87b SGB V, Abs. 4

"Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat Vorgaben zur Festlegung und Anpassung des Vergütungsvolumens für die hausärztliche und fachärztliche Versorgung nach Absatz 1 Satz 1 sowie Kriterien und Qualitätsanforderungen für die Anerkennung besonders förderungswürdiger Praxisnetze nach Absatz 2 Satz 2 als Rahmenvorgabe für Richtlinien der Kassenärztlichen Vereinigungen, insbesondere zu Versorgungszielen, im Einvernehmen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen zu bestimmen. Darüber hinaus hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung Vorgaben insbesondere zu den Regelungen des Absatzes 2 Satz 1 bis 3 zu bestimmen; dabei ist das Benehmen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen herzustellen. Die Vorgaben nach den Sätzen 1 und 2 sind von den Kassenärztlichen Vereinigungen zu beachten."

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Das bedeutet: Netze können in Zukunft durch Honorarzuschläge oder durch ein eigenes Honorarvolumen gefördert werden, soweit dies der Verbesserung der ambulanten Versorgung dient und das Praxisnetz von der kassenärztlichen Vereinigung anerkannt ist.

 

Damit ein Praxisnetz also von einer KV anerkannt wird, muss es zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Ärztenetze müssen demnach mindestens 20 und höchstens 100 Praxen enthalten, die neben Hausärzten auch mindestens zwei weitere Fachgruppe umfassen. Das Netz muss seit wenigstens drei Jahren bestehen und muss sowohl Geschäftsstelle, als auch Geschäftsführer besitzen. Außerdem gibt es drei Versorgungsziele (Patientenzentrierung, Kooperative Berufsausübung und verbesserte Effizienz), die in einem Stufenplan erfüllt werden müssen. Die einzelnen Stufen sind Basis-Stufe, Stufe I und Stufe II. Beim Versorgungsziel Patientenzentrierung wäre dies beispielsweise im ersten Schritt ein Medikationscheck und in den nächsten zwei Stufen Medikationspläne und IT-unterstütztes Medikationsmanagement. Dieses Beispiel zeigt, dass die Herausforderungen für Leistungsteilnehmer und Praxisnetze, je nach bestehenden Strukturen, sehr groß sein können.

 

Wir helfen Ihnen dabei, eine geeignete Strategie zu entwickeln, um alle Anforderungen zu erfüllen. Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung der Versorgungsziele, beim Anerkennungsverfahren und übernehmen das Management Ihres Netzes.

 

 

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